Sauna, Schnee und Sonne satt - Ein perfektes Wochenende zwischen Tauern SPA und Kitzsteinhorn

Ende März. Frühjahr ist’s. Längst liegt kein Schnee mehr in der Stadt. Das Wochenende steht vor der Tür. Freunde? Alle unterwegs. Ich will dennoch raus. Tapetenwechsel. Skitour alleine? Macht keinen Spaß. Aber mir ist nach Schnee. Vielleicht ein letztes Mal für diesen Winter? Da fällt mir die Empfehlung einer Freundin ein, die mir vom Tauern SPA in Kaprun vorschwärmte. Schnell im Internet geguckt: Bingo! Da will ich hin!

Freitag

Wie ich es manchmal liebe alleine unterwegs zu sein. Kein Zeitplan, keine Absprachen, keine Rücksichtnahme – ein ganzes Wochenende nur für mich. Ski ins Auto, Köfferchen gepackt, Radio an und los geht’s. Gegen 15 Uhr passiere ich Zell am See. Die Sonne scheint. Das Wasser glitzert. Ein paar Boote schippern auf dem See. Spaziergänger tummeln sich am Ufer. Dahinter thront erhaben weiß die Gletscherwelt des markanten Kitzsteinhorns. Beinahe kitschig dieser Anblick und definitiv zu schön um daran vorbeizurauschen. Ich halte an und bummle durch die Altstadt, mache einen langen Spaziergang am See, trinke Kaffee und atme in der Frühlingsluft auf. Hab ich es eilig? Nein! Von meinem Endziel trennen mich schließlich nur noch ein paar Kilometer. Gegen 18 Uhr beziehe ich mein geräumiges, modernes Zimmer im 4-Sterne-Superior Resorthotel Tauern SPA. Ich bin begeistert. Das köstliche Abendessen überzeugt mich restlos. An der Bar geht es zwar gesellig zu, aber ich entscheide mich dagegen, denn morgen will ich zeitig auf den Gletscher fahren.

Samstag

Ich könnte das Frühstück gut und gerne ausdehnen, so vielfältig ist die Auswahl am Buffet. Doch wer im Frühjahr auf guten Pisten fahren will, muss – sogar am Gletscher – möglichst mit der ersten Gondel hoch. Und es lohnt sich. Bestens präparierte Pisten. Noch ist am Kitzsteinhorn wenig los. Ich kann richtig heizen. Während ich meine großen Carvingschwünge auf dem weißen Teppich ziehe, knarrt es unter meinen Brettern richtig laut. Ein Zeichen dafür, dass es auf 3.000 Metern Höhe auch im Frühjahr morgens noch ziemlich kalt ist. Die Sicht ins Tal ist superschön. Der Zeller See schickt sein sattes Blau nach oben. Das Steinerne Meer und Hochkönigmassiv verneigen sich ebenfalls vor mir. Und am Horizont kann ich sogar den markanten Watzmanngipfel sehen.

Der Blick nach hinten in Richtung Hohe Tauern haut mich immer wieder um. Großglockner, Hocheiser und wie sie alle heißen – Berge, Berge, nichts als Berge. Alles Weiß, darüber das tiefe Blau des Himmels. Gibt es etwas Schöneres? Richtig bunt und freaky geht es in den verschiedenen Snowparks zu. Beeindruckend: Die so genannte Superpipe, in der sich gerade eine echter Freeski-Crack austobt. Gegen 11 Uhr firnt es auf. Es fühlt sich an als würde ich auf einer Kristallzuckerwolke schweben. Um dieses Phänomen entsprechend zu genießen, suche ich nach Off-Piste-Varianten. Vier sogenannte Freeride-Routen sind am Kitzsteinhorn extra ausgewiesen und beschildert.

Ab der Bergstation der Kristallbahn führt eine Freeride-Variante zur Talstation des Langwied-Sessellifts. Obwohl ich nur einen Steinwurf von den Pisten entfernt bin, fühle ich mich wie in einer anderen Welt. Teilstücke mit Buckelpiste, tiefe, steile Rinnen und leichtes Gelände wechseln einander ab. Zur Krönung nehme ich mir schließlich jene Freeride-Route vor, die an der Bergstation der Gipfelbahn beginnt.

Puuh, am Einstieg ist es ziemlich steil. Es bedarf schon einer gewissen Überwindung, um unterhalb der kurzen Standseilbahn in die Steilwand einzufahren. Tut man es schließlich, muss man vor Freude einfach juchzen. Im Affenzahn gleite ich nach unten. Der Schnee ist bombig. Die Sonne hat die Unterlage etwas aufgeweicht, weshalb ich noch mehr Grip als angenommen habe. Das ist Skifahren at it’s best.

Nach ein paar Abfahrten bin ich erledigt und reif für einen Einkehrschwung. Möglichkeiten hierzu gibt es massig. Ich entscheide mich gegen die üblichen Gletscherrestaurants und fahre zur Krefelder Hütte, einer ganzjährig bewirtschafteten Hütte des DAV auf 2.300 Metern. Was dort abseits des Gletschertrubels auf mich wartet? Linsensuppe, Almdudler, Liegestuhl und Ruhe. Im Sommer war ich schon mal hier oben und habe eine Freundin aus Hamburg überrascht. Gemeinsam mit einem Bergführer sind wir auf den Gipfel des Kitzsteinhorns gestiegen. Helga schwärmt noch heute von dieser kurzen hochalpinen Tour, ihrem ersten Dreitausender, der – sofern man die Gipfelbahn benützt – für jedermann auch locker machbar ist.

15 Uhr: Der Schnee wird langsam aber sicher sulzig und die Piste ziemlich voll. Zeit zurück ins Tal zu fahren, um den Tauern SPA zu genießen. Wer, wie ich, im dazugehörigen Hotel wohnt, findet dort eine eigene Wellnessabteilung, den sogenannten Panorama SPA vor. Ein echtes Highlight: Vom gläsernen Skylinepool, den spektakulären Panorama-Saunen Adlernest und Alpenzauber aus genieße ich fantastische Ausblicke auf das Bergpanorama samt Kitzsteinhorn. Die öffentliche Therme werde ich morgen vor dem Frühstück testen.

Sonntag

Der frühe Vogel fängt den Wurm! Kurz nach 7 Uhr schwimme ich im mollig warmen Außenpool der öffentlichen Therme ein paar Runden, lasse mich im Strömungsbecken treiben und genieße im Anschluss kurz die Saunawelt. Dann geht’s zum Frühstück. Heute nehme ich mir dafür richtig Zeit.

Gegen Mittag muss ich das Paradies verlassen. Ein Termin am frühen Abend muss leider eingehalten werden. Das schöne Wetter zwingt mich jedoch auf der Rückfahrt am Ortsrand von Saalfelden zu einem kurzen Zwischenstopp.

„A bissal was geht schließlich immer!“ Am Fuße des Steinernen Meeres liegt eine Einsiedelei. Längst schon wollte ich mir diese einmal anschauen. Heute passt dies wunderbar ins Programm. Nach einer 45-minütigen Wanderung vorbei am Schloß Lichtenfels erreiche ich ab dem Ortsteil Bürgerau die Enklave, welche in den Sommermonaten seit dem 16 Jahrhundert von einem Einsiedler bewohnt wird. Im Frühjahr ist es im Gegensatz zum Sommer still hier oben. In der kleinen Kapelle nehme ich Abschied vom Salzburger Land ehe ich rundum erholt zurück in den Münchner Alltag fahre.

Infos

TAUERN SPA Zell am See - Kaprun
Tauern Spa Platz 1
A-5710 Kaprun
tauernspakaprun.com/de

Auskunft Hotel:
T +43 6547 2040-0
F +43 6547 2040-9900
office@tauernspakaprun.com

Auskunft öffentliche Therme:
T +43 6547 2040-2012
F +43 6547 2040-9913

Anreise ab München (177 Kilometer)

Autobahn A8 Richtung Salzburg. Ausfahrt Siegsdorf / Richtung Lofer. Über Lofer und Saalfelden nach Zell am See. Dort weiter Richtung Mittersill, nach ca. 4 km Ausfahrt am Kreisverkehr Richtung Kaprun. Nach ca. 500 m die 2. Ausfahrt im Kreisverkehr zum TAUERN SPA (beschildert) nehmen.

Diverse Unterkünfte in der Region
zellamsee-kaprun.com/de

Gletscherwelt Kitzsteinhorn
kitzsteinhorn.at

Krefelder Hütte / Übernachtung ganzjährig möglich
krefelderhuette.com